Medial Training // Tierarzttraining - Teil 1

Das so genannte „Medical Training“ – auch „Tierarzttraining“ – tritt derzeit mehr und mehr in den Fokus beim Training von Hunden, Katzen, Pferden und anderen Tierarten. Keine Frage: je entspannter ein Hund, eine Katze, ein Pferd u. a. bei einer tierärztlichen Untersuchung oder Behandlung ist, desto entspannter können wir als Tierhalter bleiben, wenn für unseren Vierbeiner ein Tierarztbesuch ansteht.

Doch ... woher kommt diese Idee mit dem „Medial Training“?

Das Medical Training wurde ursprünglich für Zootiere, also i. d. R. nicht domestizierte Tiere, entwickelt. Das Medical Training ist jedoch ohne weiteres auf unsere Haustiere, also Hunde, Katzen, Pferde u. a. übertragbar. Beim Medical Training werden die Tiere auf bestimmte tiermedizinische Maßnahmen vorbereitet. Die Bandbreite dieser Maßnahmen reicht dabei von Handlingmaßnahmen wie beispielsweise Hochheben und Tragen über pflegerische Maßnahmen wie Fellpflege, Zahnpflege, Krallenkürzen, Klauenpflege, Hufpflege u. ä. bis hin zu tierärztlichen Maßnahmen wie beispielsweise Untersuchung mit Abhören und Abtasten, Blutabnahme, Röntgen oder Ultraschall.

Der große Gewinn eines Medial Training – für Zootiere wie auch für Hunde, Katzen, Pferde und viele andere unserer Haustiere – liegt darin, dass die Tiere darauf trainiert werden, diverse pflegerische und tierärztliche Maßnahmen zu ermöglichen, ohne dass massive Zwangsmaßnahmen, Beruhigungsmittel oder sogar ein Narkose notwendig sind. Zudem ist es durch dieses gezielte Training möglich, unseren Vierbeiner geistig und körperlich auszulasten, da diese Art des Training eine Menge an Konzentration und Koordination erfordert. Und nicht zuletzt ist es eine ideale Möglichkeit, die Kooperation mit dem Menschen auszubauen und das Vertrauensverhältnis zwischen Tier und Mensch zu vertiefen.