Rüstzeug für ein erfolgreiches Rückruftraining - Teil 1

Ihr Hund kommt nicht, wenn Sie ihn zu sich rufen? 

Ein Rückruf, den der Hund sofort befolgt, um schnellstmöglich und auf direktem Weg zu seinem Hundehalter zurückzukommen, ist eines der wichtigsten Erziehungsziele für jeden Hund. Allerdings stehen viele Hundehalter genau bei diesem Thema vor einem großen Problem. Dabei ist es gar nicht so schwer, mit seinem Hund einen erfolgreichen Rückruf zu trainieren.

Schlüssel Nr. 1 für ein erfolgreiches Rückruftraining:

Die Wahl des Motivationsmittels

Es gibt zwei Gründe, die Ihren Hund motivieren, zu Ihnen zu kommen:

  • Sie setzen eine Belohnung ein, wenn Ihr Hund die Leistung „schnelles und direktes Zurückkommen“ zeigt.
  • Sie setzen eine Strafe ein, wenn Ihr Hund die Leistung „schnelles und direktes Zurückkommen“ nicht zeigt.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt:

Wenn Sie wirklich erfolgreich mit dem Rückruftraining sein und nachhaltige Ergebnisse erzielen möchten, dann müssen Sie sich über den Weg „Belohnung des erwünschten Verhaltens“ zu Ihrem Ziel vorarbeiten.

Bei den Belohnungen gibt es verschiedene „Kategorien“ wie bspw.

  • Futter
  • Spielzeug
  • Verhalten
  • Sozialkontakt

Bei Futter können Sie bspw. wählen ...

  • ... was Ihr Hund bekommt (Trockenfutter, Nassfutter, Leckerchen, Fleischwurst, Fleischkäse, Frikadellen, Fisch, Käse, ...),
  • ... wie er es bekommt (aus der Hand, aus einem Futterdummy, aus einer Futtertube, geworfen zum Fangen, geworfen zum Hinterherjagen, ...)

Bei Spielzeug können Sie bspw. wählen ...

  • ... womit gespielt wird (Spielzeug aus Stoff / Seil / Gummi, ..., Spielzeug ohne oder mit Geräuschen, ...)
  • ... wie gespielt wird (Wurfspiel, Zerrspiel, Haben & Bewundern, ...)

Nicht zuletzt können Sozialkontakt (zum Menschen oder zu Hunden) oder das Ausführen verschiedener Verhaltensweisen (Buddeln, Graben, Mäuseln, Klettern, Schwimmen, ...) als Belohnung für Hunde wirken.

Wichtig: So toll wir als Menschen die ein oder andere Belohnung finden – die Auswahl, was Sie nutzen und was Sie nicht nutzen sollten, wird nicht durch Sie sondern immer durch Ihren Hund getroffen!

[Anmerkung: Lerntheoretisch korrekt spricht man von Verstärkern und nicht von Belohnungen.]