Rüstzeug für ein erfolgreiches Rückruftraining - Teil 3

Ihr Hund kommt nicht, wenn Sie ihn zu sich rufen?

Ein Rückruf, den der Hund sofort befolgt, um schnellstmöglich und auf direktem Weg zu seinem Hundehalter zurückzukommen, ist eines der wichtigsten Erziehungsziele für jeden Hund. Allerdings stehen viele Hundehalter genau bei diesem Thema vor einem großen Problem. Dabei ist es gar nicht so schwer, mit seinem Hund einen erfolgreichen Rückruf zu trainieren.

Schlüssel Nr. 3 für ein erfolgreiches Rückruftraining:

Der Umgang mit Ablenkungen

Ein Rückruf in einer Umgebung mit wenig Ablenkung klappt meistens anstandslos. Sobald allerdings kleine Ablenkungen hinzukommen, tauchen oft die ersten Hürden auf. Und sobald große Ablenkungen da sind, gibt es meist richtige Schwierigkeiten.

Das ist nun aber kein Grund, das Rückruftraining gleich von vornherein sein zu lassen. Es lohnt sich allerdings, vor Beginn des Trainings nachzudenken, ...

  • ... welche Art von Ablenkungen
  • ... welche Menge von Ablenkungen

ich als Hundehalter (oder als Trainer mit anderen Hundehaltern) in mein Training für einen zuverlässigen Rückruf einbauen muss.

Für den einen Hund ist die Art der Ablenkungen das, was über Erfolg und Misserfolg im Training entscheidet. So reagieren Hunde unterschiedlich gut auf den Rückruf, je nachdem ob ...

  • ... andere Menschen
  • ... andere Hunde
  • ... andere Tiere
  • ... interessante Geräusche
  • ... spannende Gerüche

oder etwas ganz anderes die Aufmerksamkeit des Hundes weckt.

Für andere Hunde ist es nicht die Art der Ablenkung sondern vielmehr die Menge oder „Dosis“, also bspw. ...

  • ... die Intensität
  • ... die Entfernung
  • ... die Anzahl (an Menschen, Hunden, Tieren)

was die Aufmerksamkeit des Hundes und das Ausführen des Rückrufs beeinflusst.

Wichtig ist, zunächst herauszufinden, welche Art und Menge an Ablenkung wir in unser Rückruftraining bereits von Beginn an einbauen können. Beides muss nun in kleinen Schritten gesteigert werden, damit der Rückruf immer sicherer und sicherer werden kann – mit Plan und Struktur im Training meist eine Leichtigkeit!